Gerhard Rühm,

geb. 1930 in Wien, studierte ebenda Klavier und Komposition. Mitte der fünfziger Jahre Mitbegründer der »Wiener Gruppe«; intermedial orientiert, entwickelte er Dichtung v. a. in Grenzbereichen weiter – sowohl zur bildenden Kunst (visuelle Poesie, gestische und konzeptionelle Zeichnungen, Fotomontagen, Buchobjekte) als auch zur Musik (auditive Poesie als Sprech- und Tonbandtexte, Chansons, Melodramen, Vokalensembles, Ton-Dichtungen). Vorträge, Konzerte, Filme, internationale Ausstellungen, Theateraufführungen, und Rundfunkproduktionen. Zuletzt drei große Retrospektiven in der Neuen Galerie Graz (2015 /16), im ZKM Karlsruhe (2017) und im Kunstforum Wien (2017 /18). Sein facettenreiches Oeuvre wurde u. a. auf 3 DVDs umfassenden Multimedia Edition des Zentrums für Künstlerpublikationen der Weserburg Bremen 2013 dokumentiert.
Gerhard Rühm lehrte 1972–1995 als Professor an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Hamburg sowie an der Internationalen Sommerakademie für bildende Kunst in Salzburg. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter den Karl- Sczuka-Preis (1977 und 2015), den Hörspielpreis der Kriegsblinden 1983 sowie den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur (1991). Er ist Mitglied des Österreichischen Kunstsenats, der Österreichischen Kunstkurie sowie Ehrendoktor der Universität Köln.


Beiträge von Gerhard Rühm in folgenden Ausgaben: